
Pressemitteilung, 19.01.2026
Das Mehrgenerationenhaus Familienzentrum in Schorndorf beteiligt sich am landesweiten Projekt „Mehrgenerationenhäuser – stark im Kinderschutz“, das vom Ministerium für Soziales, Gesundheit und Integration Baden-Württemberg im Rahmen des Masterplans Kinderschutz gefördert wird. Ziel des Programms ist es, Kinder, Jugendliche, Eltern und Familien zu stärken, präventive Strukturen auszubauen und das Bewusstsein für Kinderschutz im Alltag nachhaltig zu verankern. Begleitet wird das Projekt von der Landesarbeitsgemeinschaft Mehrgenerationenhäuser Baden-Württemberg e.V.
Im Rahmen des landesweiten Projekts „Mehrgenerationenhäuser – stark im Kinderschutz“, sind Eltern, Fachkräfte und Interessierte zu dem kostenfreien Vortrag „Elternschaft nach sexueller Gewalt in Kindheit und Jugend – Herausforderungen, Ängste und Ressourcen“ eingeladen, welcher am 04. Februar 2026 von 18:00 bis 19:30 Uhr online stattfindet. Der Vortrag wird von der Landesarbeitsgemeinschaft Mehrgenerationenhäuser Baden-Württemberg in Kooperation mit Childhood Deutschland angeboten. Die beiden Referenten Bianca Nagel, die als Soziologin in der Forschung zu sexualisierter Gewalt mit Schwerpunkt auf der Lebenssituation heute erwachsener Betroffener tätig ist, und Claas Löppmann, Kindheitspädagoge (M.A.), sprechen an, was es bedeutet, als Betroffene sexueller Gewalt in der Kindheit oder Jugend selbst Eltern zu sein. Letzterer ist außerdem Mitglied im Betroffenenrat der Unabhängigen Bundesbeauftragten gegen sexuellen Missbrauch von Kindern und Jugendlichen.
Welche Sorgen begleiten betroffene Menschen, wenn sie Verantwortung für eigene Kinder übernehmen? Und welche Unterstützungsbedarfe ergeben sich daraus? Der Online-Vortrag widmet sich diesen Fragen auf fachlich fundierte und zugleich achtsame Weise. Grundlage bildet ein bundesweites Forschungsprojekt, in dem über 600 Betroffene zu ihren Erfahrungen und Sichtweisen befragt wurden. Im Vortrag werden zentrale Ergebnisse vorgestellt und weitere Fragen geklärt: Wie wird eine Entscheidung für oder gegen eine Elternschaft getroffen? Welche Bezüge zwischen eigener Betroffenheit und gelebter Elternschaft werden gesehen? Wie wird mit den Kindern über die eigene Geschichte gesprochen? Gemeinsam wird mit den Referenten diskutiert, wie Fachkräfte Angebote sensibel und bedarfsgerecht gestalten können, um betroffene Eltern gut zu begleiten und zu unterstützen. Neben Herausforderungen stehen auch Ressourcen und Stärken im Fokus des Vortrags.
Die Teilnahme ist kostenfrei. Die Zugangsdaten sind über das Mehrgenerationenhaus Familienzentrum Schorndorf erhältlich. Das Projekt wird vom Ministerium für Soziales, Gesundheit und Integration Baden-Württemberg im Rahmen des Masterplans Kinderschutz gefördert wird.
Kontakt für Anmeldung und Rückfragen:
Mehrgenerationenhaus
Familienzentrum Schorndorf
Karlsstraße 19
73614 Schorndorf
Fotos: Bianca Nagel und Claas Löppmann
Bildnachweis: privat








Finanziert aus Landesmitteln, die der Landtag von Baden-Württemberg beschlossen hat.
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