Kinderhusten heilen: Tipps vom Profi

Kinderheilkunde im Familienzentrum/ Stefanie Enders, examinierte Kinderkrankenschwester bietet Workshop zum Thema „Husten lindern“

Von Ayleen Schneck

Schorndorf.

Sinken die Temperaturen, ist wohl nicht nur Weihnachten, sondern auch die nächste Grippewelle in Schorndorf nicht mehr fern. Stefanie Enders ist examinierte Kinderkrankenschwester – zu Coronazeiten hat sich die Zweifach-Mama zusätzlich als Fachtherapeutin für naturgemäße Kinderheilkunde ausbilden lassen. In Zusammenarbeit mit Simone Halle-Bosch, Leitung Familienzentrum, bietet die 44-Jährige auch Workshops an, unter anderem zum Thema Kinderheilkunde.Gesundheitsprävention ist immer individuell

„Vielleicht überwiegt Weihnachten – oder es sind weniger Kinder krank“, so Simone Halle-Bosch schmunzelnd, sie zeigt sich zuversichtlich. Denn: Der vorherige Kurs hat vor rund einem Jahr stattgefunden und war, so Stefanie Enders, gut besucht. Der diesjährige Workshop hingegen musste wegen zu wenigen Anmeldungen abgesagt werden. Aber sie bleibt positiv und erzählt mit einem Lächeln: „Es ist einfach immer individuell.“

Beide sind sich einig, dass Elternbildung an die jeweilige Lebenssituation angepasst sein sollte. „Manchmal passt es eben mehr und dann wieder nicht“, so Halle-Bosch. Besonders die vielfältige Unterstützung der Familien, durch praxisnahe Angebote wie den Workshop, seien dabei grundsätzlich wichtig.Ein gängiges Thema bei Kindern ist Husten

Eltern gerne mehr an die Hand nehmen, das ist laut Stefanie Enders etwas, dass gerne häufiger geschehen darf. Die Zusammenarbeit mit dem Familienzentrum Schorndorf sieht sie als gute Möglichkeit, ihre Expertise weiterzugeben, zu informieren, aber auch um Sicherheit zu bieten. Husten sei nämlich, gerade bei Kindern, ein sehr gängiges Thema. Die größte Hürde der Eltern? „Häufig die Unsicherheit“, erklärt Enders, so auch bei der Virusinfektion „Pseudokrupp“. Die könne Eltern regelrecht schockieren.

Genau hier kann angeknüpft werden: „Mit der Aufklärung ist häufig schon der erste, unterstützende Teil getan.“ Den Besuch beim Kinderarzt sollen ihre Tipps jedoch nicht ersetzen, eher ergänzen – das ist der 44-Jährigen wichtig. Je kleiner das Kind, desto schneller zum Arzt lautet ihre Devise: „Alle Kinder unter drei Monaten sollten meiner Meinung nach sofort abgehört werden.“Husten nachts um zwei? Die Top-Hausmittel der Expertin

„Häufige Mythen, die im Heilungsprozess falsch umgesetzt werden, gibt es öfter bei Fieber“, erklärt die Kinderkrankenschwester. Dennoch relevant: Kinder dürfen nicht als „kleine Erwachsene“ behandelt werden. Ein Medikament für die eigenen Kinder also einfach auf die Hälfte reduzieren? Grundsätzlich falsch.

Mehr als den klassischen Hustensaft braucht es aber dennoch: Besonders im Winter spielen, so Stefanie Enders, warme Füße eine große Rolle. Wärmflaschen, oder alternativ ein Fußbad, empfiehlt die Expertin dafür. Zwiebeln auf der Brust? Ebenfalls sehr wirksam. „Für kleinere Kinder bin ich ein großer Fan von Bienenwachswickeln“, erklärt Enders, die aktuell auf der Intensivstation für Frühchen arbeitet. Antiseptisch sind die Wickel- und nicht zu heiß. Ab dem Kindergarten-und Grundschulalter können schließlich Kartoffeln in den Wickeln für die Brust verwendet werden.Offenes Angebot: Bald auch über das Immunsystem

In ihren Workshops möchte Stefanie Enders keine strikten Ratschläge geben, sondern ein breites Spektrum an Möglichkeiten bieten. „Es soll einfach alltagstauglich sein – und vor allem auch für nachts um zwei.“ Mit dem Inhalieren und den sogenannten Köperhochlagerungsmöglichkeiten kennt sich Enders aus – zum besseren Abhusten. Brustwickel und weitere Utensilien hat die Fachtherapeutin, die ursprünglich aus Urbach stammt, in den Kursen dabei. „Es ist ein offenes Angebot und immer so praxisnah wie möglich.“

Der nächste Workshop zum Thema Gesundheitsprävention findet, so Halle-Bosch, im Frühjahr 2026, am 24. März statt und könnte nicht nur für Schulkind-Eltern, sondern alle Interessierten bereichernd sein: Es geht um das Immunsystem. Für das erste Quartal im kommenden Jahr sind unter anderem die Themen Trauma-Behandlung bei Kindern und Elterngeld angedacht.

Artikel: Zeitungsverlag Waiblingen

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